Donnerstag, August 26th, 2010 | Autor: admin

Die Alpen gelten als die vielfältigste Sprachenlandschaft in Europa. Mit einer Fläche von rund 200.000 Quadratkilometern bedecken sie Teile der europäischen Länder Frankreich, Italien, Schweiz, Liechtenstein, Deutschland, Österreich sowie von Slowenien. Die alpenländische Sprache ist deswegen bunt zusammengewürfelt und hat ihren eigenen Charakter.

Alpenländische Sprachgewohnheiten und Multikulti-Atmosphäre

Doch auch die vielen einzelnen Berge der Alpen erzählen durch ihre Namen Geschichten und man kann dadurch einige Aufschlüsse über die geheimnisvolle Bergwelt erfahren. Wenn man sich die alpenländischen Bergnamen ansieht, bekommt man auch genauere Angaben und Hinweise auf die alpenländischen Sprachgewohnheiten der Menschen. Obwohl die Alpen inzwischen intensiv touristisch erschlossen wurden und sich in den Sommer- wie Wintermonaten massenweise Touristen in den kleinen Orten und auf den Bergen tummeln, muss man kein Englisch lernen, um die Einheimischen zu verstehen. Trotz der hohen Touristenzahlen und obwohl die Engländer den Begriff der Alpen als „playground of Europe“ geprägt haben, sind sie noch urig und bodenständig und haben auch im Laufe der Jahre nichts von ihrem typischen alpenländischen Dialekt verloren.

Warum heißt der Großglockner „Großglockner“ und das Matterhorn „Matterhorn“?

Nun aber zurück zu den Bergen. Bei einigen Bergnamen kann man sich sicherlich auf Anhieb denken, wie es wohl zur Namensgebung gekommen sein muss, weil sie nach dem nahe gelegenen Ort bezeichnet sind. Wie aber ist der Name „Großglockner“ oder das „Matterhorn“ entstanden?

Der Großglockner ist mit seinen 3.798 Metern nicht nur der höchste Berg von ganz Österreich, sondern er zählt zudem zu den höchsten Gipfeln der östlichen Alpen. Zum Großglockner gehört der kleinere „Kleinglockner“, zwischen beiden liegt die sogenannte “Glocknerscharte”. Seinen Namen erhielt dieser Berg im Jahr 1561 von einem Wiener Karthograpfen aufgrund seiner glockenähnlichen Form. Eine andere Hypothese besteht in seinem Charakter des höchten Berges, wodurch er sozusagen mithin als Anführer seiner Umgebung galt und seinen Namen so von den mit Glocken ausgestatteten und „Glogga“ genannten Leithammeln der Schafherden erhalten hat. Daneben existieren noch andere vermutete Ableitungen vom Verb „klocken“ (donnern, poltern), was auf die Geräusche des Eis- und Steinschlags an den Flanken des Berges zurückzuführen ist. Am wahrscheinlichsten ist wohl die Zuordnung aufgrund seiner Glockenform, da wohl nicht wenige Berge ihren Namen aufgrund ihrer Form erhalten haben. So zum Beispiel auch das Matterhorn: Der deutsche Name Matterhorn leitet sich vermutlich von der „Matte“ ab, also von der grasbewachsenen Talweitung unterhalb der Gornerschlucht, die heute fast komplett vom Dorf Zermatt („zur Matt“) besiedelt ist. Klingt logisch, oder?

Kategorie: Allgemein
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